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Das serienidentische Stahlrad

Wichtige Informationen für den Fachhandel zur Qualität von Pkw-Stahlrädern

Im Markt sind weiterhin Anbieter unterwegs, die Stahlräder aus Asien offerieren, bei denen es sich offensichtlich nicht um serienidentische Räder handelt, die aber häufig als solche getarnt werden. Nur für serienidentische Stahlräder gilt die Befreiung von der Weitergabe und Mitführungspflicht der ABE und nur bei serienidentischen Rädern geht der Fachhandel bei Beachtung der vorgegebenen Verwendungsbereiche nicht das Risiko ein, Produkte zu verkaufen, die unter anderem bei Radlasten und Haltbarkeit kritisch sein können.

Leider versuchen die Vermarkter der Importräder dieses Problem i.d.R. dadurch zu kaschieren, dass man die Räder unter der Artikelnummer eines der etablierten Anbieter laufen lässt bzw. diese zu Vergleichszwecken heranzieht. Dies ist nicht zulässig und sehr gefährlich.

Der Gesetzgeber lässt zu, dass ein Stahlrad auch als Sonderrad vermarktet werden kann. Der Importeur bzw. Hersteller muss das Rad dann einem erschwerten Prüfungs- und Zulassungsverfahren unterziehen. Wie auch die serienidentischen Räder sind Sonderräder mit einer KBA-Nummer gestempelt. Allerdings können sich von der Serie abweichende Verwendungsbereiche ergeben und die ABE ist dem Fahrzeugbesitzer auszuhändigen und von diesem mitzuführen. Leider gibt es bei Sonderrädern Fälle, in denen KBA-Nummern eingestempelt und angegeben werden, ohne dass jemals eine Prüfung oder ein Gutachten in Auftrag gegeben wurde.

Das KBA hat sich in den letzten Monaten intensiv mit dem Thema Stahlrad beschäftigt.Der zum Jahresende 2013 erstmalig angeordnete Rückruf für importierte Stahlräder des Anbieters Reifen Go! Unterstreicht die Brisanz des Problems „Qualität bei Stahlrädern“, da hier die Sicherheit des Straßenverkehrs beeinträchtigt werden kann.

Einige der bekannten Internet-Plattformen haben dies erkannt und bereits vor einiger Zeit reagiert und zeigen die Marke eines Stahlrades oder unterscheiden explizit zwischen Rädern in OE-Qualität
(= serienidentisch) und anderen Stahlrädern.

Der Fachhandel ist hier in der Verpflichtung: Hinterfragen Sie bei vermeintlich günstigen Räderangeboten, ob es sich hierbei wirklich um serienidentische Räder im Sinne der StVZO. handelt. Lassen Sie sich nicht von der Angabe einer KBA-Nummer oder dem Attribut "TÜV-geprüft" täuschen. Es kann sich dann immer noch um Sonderräder handeln, für die es eine ABE-Mitführungspflicht wie bei Alurädern gibt und die sehr häufig Einschränkungen in den TÜV-Gutachten haben. Schauen Sie unbedingt vorher in das Gutachten solcher Räder. In den Auflagen wird z.B. eine vergleichsweise niedrige Radlast vorgegeben, so dass etliche der zunächst im Verwendungsbereich aufgeführten Fahrzeuge dieses Rad plötzlich nicht mehr fahren dürfen. Verkaufen Sie auf keinen Fall Sonderräder, für die Ihr Lieferant kein Gutachten vorlegen kann.

Alle von der mefro wheels unter den Marken KRONPRINZ oder SÜDRAD vertriebenen Pkw-Stahlräder erfüllen die gesetzlichen Vorschriften und stehen in keinem Zusammenhang mit den vom KBA bemängelten Rädern. Bei einer Verwendung gemäß den von uns vorgegebenen Verwendungsbereichen sind sie absolut verkehrssicher und bedeuten keinerlei Risiko für den Fahrzeugbesitzer. Somit ist auch der Fachhandel auf der sicheren Seite.

Es liegt in Ihrer und der Verantwortung des Einzelhandels, hier das richtige Rad für das richtige Fahrzeug zu identifizieren. Ein Golf-Rad ist dann eben nicht mehr ein Golf-Rad. Es ist wahrscheinlich, dass das KBA in der Zukunft weiter reagieren wird. Dies trifft dann auch den Großhandel: Dort lagernde Räder lagernde Importräder werden schlagartig unverkaufbar.


Für weitere Rückfragen stehen wir wie immer gerne zur Verfügung.


Stellungnahme zur Qualität von Stahlrädern 02.01.2014

Pressebericht "Neue Reifenzeitung 04/2012"
Pressebericht "Neue Reifenzeitung 03/2014"

Das serienidentische Stahlrad POSTER